ST Bauelemente GmbH
Modernes Wohnhaus mit großen dunklen Fensterrahmen
Verglasung & Wärmeschutz

Die richtige Verglasung für mehr Wohnkomfort.

Glas lässt Licht ins Haus und beeinflusst Wärme, Sonneneintrag und Behaglichkeit. Entscheidend ist nicht nur die Zahl der Scheiben, sondern das Zusammenspiel von Verglasung, Rahmen und Gebäude.

Illustrative Schnittmuster einer Zweifach- und Dreifachverglasung
Illustrative Schnittmuster zur Veranschaulichung, kein Nachweis eines konkreten Fenstersystems.

Zwei oder drei Scheiben – eine Frage des Gesamtkonzepts

Eine Zweifach-Isolierverglasung besteht aus zwei Scheiben mit einem abgedichteten Scheibenzwischenraum. Moderne Beschichtungen und geeignete Gasfüllungen können den Wärmedurchgang reduzieren. Beim Austausch im Bestand sind neben dem Glas auch Anschlüsse, Wände und die vorhandene Lüftung zu berücksichtigen.

Dreifach-Isolierverglasung besitzt drei Scheiben und zwei Zwischenräume. Bei vergleichbarer Ausführung ist eine bessere Wärmedämmung möglich. Das zusätzliche Glas erhöht in der Regel das Gewicht; Beschläge, Rahmen und Elementgrößen müssen dafür ausgelegt sein. Im Neubau und bei energetischer Sanierung wird die Auswahl mit der Gebäudeplanung abgestimmt.

Ug, Uw und g-Wert verständlich erklärt

Der Ug-Wert beschreibt den Wärmedurchgang durch die Verglasung. Der Uw-Wert beschreibt das gesamte Fenster, einschließlich Rahmen und Glasrand. Ein niedrigerer U-Wert bedeutet unter vergleichbaren Bedingungen weniger Wärmedurchgang. Werte sind nur sinnvoll vergleichbar, wenn Bezugsgröße und Ausführung bekannt sind.

Der g-Wert beschreibt, welcher Anteil der Sonnenenergie durch die Verglasung in den Raum gelangt. Ein geringerer g-Wert kann sommerliche Wärmeeinträge begrenzen, vermindert aber auch nutzbare solare Gewinne. Orientierung, Glasfläche und Beschattung entscheiden mit.

Warme Kante und das Zusammenspiel von Rahmen und Glas

Der Abstandhalter am Glasrand hält die Scheiben auf Abstand und ist Teil des Randverbunds. Thermisch verbesserte Abstandhalter – die sogenannte warme Kante – können Wärmebrücken am Glasrand reduzieren. Ihre Wirkung hängt von Glas, Rahmen und Randverbund ab.

Ein gut gedämmtes Glas allein macht noch kein gut gedämmtes Fenster. Profilkonstruktion, Dichtungen, Abmessungen und die Anschlussfugen zum Baukörper sind ebenfalls entscheidend. Der bestehende Ratgeber zur warmen Kante erklärt die Details.

Wärmeschutz, Sonnenschutz und Licht abstimmen

Wärmeschutzbeschichtungen reduzieren den Wärmeverlust über das Glas. Sonnenschutzverglasung wird dagegen zur Begrenzung des solaren Energieeintrags ausgewählt. Lichtdurchlass, Farbeindruck und sommerlicher Wärmeschutz sollten gemeinsam beurteilt werden.

Außen liegende Beschattung kann eine sinnvolle Ergänzung sein. Ob Rollläden, Sonnenschutzglas oder andere Maßnahmen passend sind, richtet sich nach Fassade, Himmelsrichtung und Nutzung.

Kondenswasser richtig einordnen

Kondenswasser auf der Außenseite gut dämmender Scheiben kann bei bestimmten Wetterlagen auftreten und ist nicht automatisch ein Mangel. Feuchtigkeit auf der Raumseite verlangt dagegen eine Prüfung von Luftfeuchtigkeit, Oberflächentemperatur und Lüftung.

Dauerhaftes Kondenswasser zwischen den Scheiben kann auf einen beschädigten Randverbund hindeuten. Die Ursache sollte fachlich geprüft werden, statt allein aus dem Erscheinungsbild eine Diagnose abzuleiten.

Auf einen Blick

Zweifach- und Dreifachverglasung im Vergleich

KriteriumZweifachverglasungDreifachverglasung
AufbauZwei Scheiben, ein ZwischenraumDrei Scheiben, zwei Zwischenräume
WärmedämmungAbhängig von Glasaufbau und BeschichtungBei vergleichbarer Ausführung niedrigere Ug-Werte möglich
GewichtBei vergleichbaren Scheibendicken leichterZusätzliches Glasgewicht berücksichtigen
Tageslicht und SonnenenergieLichtdurchlass und g-Wert konkret vergleichenLichtdurchlass und g-Wert konkret vergleichen
Typische PlanungIm Bestand und Neubau anhand der Anforderungen prüfenBei energetischer Planung und geeigneter Gebäudehülle prüfen
Gesamtes FensterUw, Rahmen und Anschlüsse entscheidendUw, Rahmen und Anschlüsse entscheidend

Keine pauschalen Kennwerte: Verbindliche Werte ergeben sich aus der tatsächlich gewählten Verglasung und Fensterkonstruktion.

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Passende Ratgeber für Ihre Entscheidung.

Gut zu wissen

Ihre Fragen. Verständlich beantwortet.

Ug betrifft das Glas; Uw das ganze Fenster einschließlich Rahmen und Glasrand. Für die Beurteilung des Fensters ist daher Uw wichtig. Bezugsgröße und Ausführung müssen für einen Vergleich bekannt sein.

Wenn sie zur Gebäudehülle, Einbausituation und energetischen Planung passt. Im Bestand sind zusätzlich Anschlüsse, Feuchteverhalten und Lüftung zu beurteilen; eine pauschale Entscheidung nur anhand des Gebäudealters ist nicht sinnvoll.

Es kann solare Wärmeeinträge reduzieren, hat aber andere Funktionen als eine bewegliche Beschattung. Ausblick, Tageslicht, Verdunkelung und sommerlicher Komfort müssen gemeinsam betrachtet werden.

Nicht zwangsläufig. Außenkondensation kann bei gut dämmenden Verglasungen und bestimmten Wetterbedingungen auftreten. Beschlag zwischen den Scheiben oder dauerhafte Feuchte innen sollte getrennt beurteilt werden.

Welche Fenster passen zu Ihrem Zuhause?

Jedes Gebäude stellt andere Anforderungen an Fenster. Wir helfen Ihnen dabei, Materialien, Verglasung und Ausstattung sinnvoll aufeinander abzustimmen.