Beim Kauf neuer Fenster taucht diese Frage schnell auf: Soll es eine Zweifach- oder Dreifachverglasung sein?
Für eine gute Entscheidung lohnt sich der Blick auf das gesamte Fenster und dein Gebäude. Denn neben der Verglasung spielen auch der Rahmen, die Einbausituation und deine Sanierungsplanung eine Rolle.
Was ist der Unterschied?
Der grundlegende Unterschied liegt im Aufbau der Isolierverglasung:
- Zweifachverglasung: zwei Glasscheiben mit einem Scheibenzwischenraum.
- Dreifachverglasung: drei Glasscheiben mit zwei Scheibenzwischenräumen.
Welche Lösung zu deinem Vorhaben passt, solltest du deshalb nicht allein an der Anzahl der Scheiben festmachen. Lass dir im Beratungsgespräch die Eigenschaften der konkret angebotenen Verglasung erklären.
Welche Fragen solltest du vor der Auswahl klären?
Bevor du Angebote vergleichst, hilft es, dein Vorhaben möglichst genau zu beschreiben.
Geht es um einen Neubau oder ein bestehendes Haus?
Bei einem bestehenden Gebäude sind der Zustand der Außenwände und bereits geplante Sanierungsmaßnahmen wichtige Informationen für die Beratung.
Werden einzelne Fenster oder alle Fenster ausgetauscht?
Ein einzelner Austausch braucht einen anderen Blick auf das Vorhaben als eine umfassende Modernisierung.
Was möchtest du mit den neuen Fenstern erreichen?
Vielleicht stehen für dich weniger Wärmeverlust, mehr Wohnkomfort oder ein neues Erscheinungsbild im Vordergrund. Benenne deine Wünsche, damit sie bei der Auswahl berücksichtigt werden können.
Verglasung, Rahmen und Einbau gemeinsam betrachten
Ein Fenster besteht aus mehr als Glas. Deshalb sollte ein Angebot für neue Fenster auch verständlich beschreiben, welcher Rahmen vorgesehen ist und welche Arbeiten beim Einbau enthalten sind.
Frage nach, wenn du Begriffe oder Unterschiede nicht verstehst. Du solltest nachvollziehen können, welche Ausführung angeboten wird und warum sie für dein Vorhaben empfohlen wird.
Unser Tipp: Lass dir zwei konkrete Varianten für dein Haus erklären – statt nur allgemein nach „zweifach oder dreifach“ zu fragen.
So vergleichst du Fensterangebote
Achte darauf, dass du möglichst vergleichbare Ausführungen gegenüberstellst. Ein niedrigerer Gesamtpreis ist erst dann aussagekräftig, wenn du weißt, welche Ausstattung und Leistungen darin enthalten sind.
Diese Fragen helfen dir dabei:
- Welche Verglasung wird genau angeboten?
- Welches Rahmenprofil ist vorgesehen?
- Welche Werte werden für die Verglasung und das gesamte Fenster angegeben?
- Ist ein thermisch verbesserter Abstandhalter, die sogenannte warme Kante, enthalten?
- Welche Montagearbeiten und Nebenleistungen sind im Preis berücksichtigt?
- Sind Ausbau und Entsorgung der alten Fenster enthalten?
Bitte darum, wichtige Ausstattungsmerkmale schriftlich im Angebot festzuhalten. So lassen sich Unterschiede später leichter nachvollziehen.
Mehr über den Abstandhalter am Glasrand erfährst du in unserem Ratgeber „Warme Kante bei Fenstern: Was ist das und warum ist sie wichtig?“.
Welche Verglasung ist die richtige?
Eine pauschale Empfehlung ersetzt keine Betrachtung deines Hauses. Für eine nachvollziehbare Entscheidung sollten die angebotenen Varianten, deine Ziele und die Einbausituation gemeinsam besprochen werden.
Du musst dafür kein Fachwissen mitbringen. Eine gute Beratung erklärt dir die Unterschiede verständlich und zeigt, welche Fragen vor der Bestellung noch geklärt werden sollten.



